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lang lang ists her Oo von der Suppe zur Liebe

Kennt ihr das Verlangen? Das Verlangen nach Speisen, die gerade „verboten“ sind?
Ich kenne es. Montag habe ich doch glatt zum ich weiß nicht wie vielten Mal meine sogenannte „Kohlsuppendiät“ begonnen, welche verspricht, in sieben Tagen bis zu 15 Pfund abzunehmen.
Also bei fettleibigen Menschen ist das möglich. Ist also wirklich wahr, was der Plan dieser Suppe besagt.
Mehrmals begonnen, wieder abgebrochen, weil ich es einfach nicht ertragen konnte, diese Suppe zu essen, die schon beim Geruch einen Würgereiz bei mir erzeugt.

So frage ich mich diesmal: wie habe ich es schon zwei Tage durchgehalten, mich nich davon zu übergeben? Wieso bin ich so motiviert? Wieso schmeckt sie mir diesesmal einigermaßen? Vielleicht weil meine Nebenhöhlen „verschleimt“ sind und meine Geschmacksnerven verrückt spielen^^
Aber egal. Ich freue mich. ich nehme ab:)
Aber nun zu den ganzen negativen Sachen:
Wieso wird man immer gerade dann mit allen möglichen Nahrungsmitteln konfrontiert, wenn man drauf verzichten muss?
Warum musste ausgerechnet gestern eine sechs Meter große Pizza bei Galileo gebacken werden? Warum musste ausgerechnet gestern der Beitrag zur fettarmen Wurst gezeigt werden? Warum essen die Leute um mich herum Dinge, die sie sonst nie in meiner Anwesenheit essen? Warum haben wir plötzlich Schokolade im Haus? Warum wird plözlich ein leckers Stück Fleisch gebraten, wenn ich in der Küche stehe? Und das um eine Uhrzeit, um die sonst nie gekocht wird?
Ist das Zufall, oder fallen einem immer dann erst die Dinge auf, wenn man sie vermisst?
Das ist wie bei kleinen Kindern. Hat jeder sicher schon einmal beobachtet. Ein Kind spielt mit einem Gegenstand, ein anderes Kind will auch damit spielen und einfach aus dem Grund, weil es gerade an ein anderes vergeben ist.
So ist das auch umgekehrt. Wenn man etwas bekommen hat, will man es nicht mehr.
Das beste Beispiel dafür ist die Liebe. Hat man jemanden erst einmal erobert, will man ihn nicht mehr. Das ist natürlich keine Alltagsregel, weil ich sonst sicher wieder solo wäre und allein meine Gänge ins Pulp oder Samstags in die Dusche tätigen würde :P

Kommen wir zur allbewährten Liebe. Was ist schon Liebe? Und warum suchen alle Menschen zwanghaft danach?
Suchen ist das Schlimmste was man tun kann. Nicht loslassen, von einem ins andere Abenteuer und das Gefühl des Alleinseins.
Wieso? Wieso kann man nicht einfach warten und alles auf sich zukommen lassen, statt sich alles selbst zu zerstören, indem man an jeder Ecke die große Liebe erblickt, die dich nach kurzer Zeit allein in der Ecke stehen lässt, an der man sie erblickt hat?
Jeder beschwert sich, aber jeder ist selber schuld. Sich Gefühle einreden und dann kommt der Zeitpunkt, an dem man bemerkt, dass man das gar nich will. Dass man einfach nur vor der Einsamkeit flieht. Und dann ist da schon wieder der Nächste. Liebe hier, Kribbeln da. Einbildung? Immer das gleiche, bis man irgendwann vor lauter Reizüberflutung die Übersicht verliert.
Wen will ich wirklich? Und vorallem: Was will ich wirklich?
Das findet man nur heraus, wenn man sich selbst findet und sich nicht von tausend Eindrücken beeinflussen lässt. Abwarten, Warten und Hoffen. Aber nicht Suchen. Lasst los und genießt das, was ihr habt.
Irgendwann kommt der Tag, an dem man weiß: ich kann wieder glücklich werden und werde nicht allein dabei sein.

4 comments 2008/01/22

Tiffy

Der Tag des nie Erhofften tritt am Freitag ein. Noch zwei Tage, bis ich bitterlich in Tränen ausbrechen werde.
Nicht nur, dass ich mich momentan in meiner Haut sowieso schon unwohl fühle, Freitag werde ich einen Teil meines Lebens aufgeben müssen. Auch wenn das für andere kitschig klingen mag, es geht um eine Katze. Eine Katze, die mir seit Juni 2007 sowohl Kummer als auch unendlich viele Freuden bereitet hat, muss uns verlassen und bekommt ein neues zu Hause. Tiffy, die kleine dicke Katze, die wir im Juni aufgenommen haben, weil sie so schlecht behandelt wurde und wir dies einfach nicht mit ansehen konnten, war all die Strapazen wert, die wir mit ihr erleben durften.
Sie war all meine schlaflosen Nächte wert, in denen sie in ihrem Klo scharrte oder laut Brekkies fraß, sie war die vielen Narben auf meinen Armen wert, sie war das mir ins Gesicht springen wert, sie war die Löcher in meinen Vorhängen wert, sie war sogar das Fallen in Fäkalien wert, als sie uns kurzzeitig weglief und wir drei Stunden an einem Parkplatz verbrachten, illegaler Weise einen Zaun durchtrennten, uns die Arme verkratzten, die Haare ausrissen und Spinnen auf dem Kopf hatten und zu guter letzt war sie es mehr als wert, über eine gewisse Person gestellt zu werden, die glücklicherweise nicht mehr in meinem Leben existent ist. Leider habe ich sie damals nicht übergeordnet, doch hätte ich es tun sollen, denn diese Katze hat[te] es weiß Gott mehr verdient, in meinem Bett zu schlafen und ein eigenes Kissen zu besitzen.
Tiffy war das fehlende Stück in unserem Katzenbunde. Nachdem uns Mikesch, ein kleiner weiß-roter Kater, den wir damals bei uns im Garten gefunden haben und ihm mit Mühe und Not unser Vertrauen schenkten infolge eines Abzesses verteilt in seinem ganzen Körper, vor sechs Jahren im Alter von sechs Monaten verlassen musste, brach für uns eine Welt zusammen.
Immer wieder wollten wir eine kleine rote Katze, die unseren Katern Gesellschaft leisten konnte und dann fanden wir Tiffy, die erst Molly und dann Babara hieß.
Leider jedoch wurde daraus keine Freundschaft. Bis heute bekriegen sich vorallem Felix und Tiffy und man hört hier nur lautes Katzengeschrei. Nun wohnt Tiffy fast seit Anfang an in meinem Zimmer und man soll sich hüten, die Türe zu öffnen. Sonst gibt es Kämpfe. Nach jeglichen gescheiterten Versuchen wie auch homöopathischen Mitteln zur Beruhigung, mussten wir die Hoffnung aufgeben, dass hier Frieden unter den Katzen herrscht. Leider :(
Keine Katze sollte ihr Leben in einem nicht einmal 16qm² großen Zimmer verbringen und immer auf Aufmerksamkeit hoffen, während ich am Pc sitze, esse oder Hausaufagben mache.
So leid es mir tut und so sehr es mir auch das Herz bricht trotz der Unannehmlichkeiten vorallem der letzten Wochen, Tiffy abzugeben, es wird das beste für sie sein.
Ich fühle mich wie eine Mutter, die ihr Kind zur Adoption freigibt und Angst hat, in Vergessenheit zu raten. Ich werde Tiffy unendlich doll vermissen. Sie war die Katze, die ich mir immer gewünscht habe. Ein verschmustes, anhängliches, dauer schnurrendes Wesen mit einem Hang zur Brutalität.
Freitag wird einer der traurigsten Tage meines Lebens. So makaber das auch klingt, aber der Gedanke an dieses Szenario bereit mr mehr Wehmut als der Tod meines Großvaters vor einigen Jahren.
Man kann es krank nennen, aber das ist Tierliebe.
Man nennt mich nich umsonst auch mal die Katzenlady.

2 comments 2007/12/05


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