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abitur und ausspannen
im vorraus schon einmal: heute habe ich definitiv keine lust, auf groß- und kleinschreibung zu achten, was allerdings nur bedeutet, dass ich die shift-taste nicht gebrauchen werde
niemals hätte ich erwartet, dass die tage nach den abiturprüfungen mit solch einer langeweile gefüllt sind. jeder hat freie zeit, aber für mich anscheinend nicht. nie ist jemand zu sprechen oder anwesend.
zu faul, irgendwelche anrufe zu tätigen und genervt von den mehrmaligen anrufen von teilnehmer unbekannt, der anscheinend nicht in der lage ist, bei mir zu hause anzurufen, bin ich wirklich unglaublich genervt von meinem momentanen ach so entspannenden leben, dass ich der jobber-welt bis nach der mündlichen prüfung vorgezogen habe.
dieser fehler: fatal!
jede nacht von einem desaströsen abiball und jeden tag vom wunderbaren alten schulleben träumend, wünsche ich mir letzteres zurück.
mit der zwiespältigen einstellung, keine lust auf die mündliche prüfung zu haben und sich trotzdem den stressigen alten schulalltag zurückwünschend mit samt hausaufgaben und klausuren und spickern, die morgens um fünf uhr noch geschrieben werden müssen, lebe ich einfach mal ziellos in den tag hinein.
laaaaaaaaaaangeweile. laaaaaangeweile. laaaaangeweile. etwas anderes fällt mir nicht mehr ein.
meinen mobile tetris rekord geknackt, der jetzt bei über 18000 liegt und täglich eine überflüssige gesichtsmaske, sowie unnützes „aufräumen“ und sortieren von stoffschnecken. hinzu kommen selbst gebastelte perlentieren, an welchem aufwand ich mich mit vielleicht zwölf jahren zuletzt erfreut habe. und zu guter letzt das interesse an stickeralben.
regression pur. ich sollte meine puppen aus dem keller holen, mit ihnen ein teekränzchen halten und meine ganzen stofftiere dazu einladen.
ich werde kind. mehr kind als ich es je war.
unendliche langeweile.
1 comment 2008/05/01
Richtiges Deutsch?
Nicht nur, dass wir der deutschen Grammatik keineswegs mehr mächtig sind, wir ändern Wörter jetzt einfach nach unserem Belieben ab.
Heute im Unterricht als das massig proportionierte mit einer einseitigen Gestik der linken Hand und einer Mimik, als hätte sie Dauerverstopfungen, ihre Beurteilung vortrug, nahm sie doch glatt das „Wort“ Präzisität in den Mund. Kennen wir jetzt heutzutage nicht einmal mehr die einfachsten Fachwörter? Gott sei Dank rief der Ziegenbärtchenmann, der einmal von unserem Lehrer unterschwellig als „kratzbürstig“ bezeichnet wurde, nachdem er einen lateinischen Spruch seines „Dong Open Air Festival“ Shirts vorlies und unsere Lehrkraft spitzbübisch fragte, ob sie wisse was das hieße laut herein, dass das Wort richtig Präzision ausgesprochen wird.
Da sag ich nur Heil Heinz! Michael, der du mit 27 Jahren dein Abitur gemacht hast: Auf dass dein außerirdischer Stiefsohn Heinz die Möglichkeit bekommt, sich deinen Körper für seine weltherrschaftlichen Pläne zu leihen und seine Ziele, eine Art neuer Führer zu werden, verwirklichen kann.
[Diese Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Heißt: Den Michael gibt es wirklich und er hat einer Freundin und mir dieses Phänomen am Silvesterabend 2005 anvertraut.]
Add comment 2007/11/29