Posts filed under 'Tiere'

Thema verfehlt :P

Aufgabe im Pädagogik GK war es, einen Text von Klaus Hurrelmann über die „Identität“ mit einem Text aus WAZ zu Bernhard Buebs „Lob der Disziplin“ zu vergleichen, ausgehend davon die Jugendzeit für die Persönlichkeitsentwicklung herauszuarbeiten und Stellungnahme zu der Frage „Sind heute große Teile der Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung problematisch und würden mehr Disziplin und Ganztagsbetreuung in dienen Fällen helfen“, zu nehmen?

Nachdem beide Texte von mir gelesen und sogar bearbeitet wurden, entschied ich mich dazu, meinem Lehrer lieber in schriftlicher Form mitzuteilen, welchen Bezug ich zu Katzen habe.
Und ich bekam sogar Punkte für diese Klausur xD

Fehler werde ich übernehmen.

Titel meiner Klausur vom 15.11.2006:
„Über meine Erfahrung mit Katzen und die Tatsache, warum ich sie so toll finde“

„Zuerst einmal möchte ich damit beginnen, dass ich zu Hause selber zwei Katzen habe.
Einen normalen schwarz- weißen Hauskater namens Felix, den ich vor vier Jahren aus dem Scherpenberger Wald gerettet habe und einen weiß- creme farbigen Siam- Perser Mischling mit braunen Ohren, einem braunen Schwanz, braunen Pfötchen und brauner Musterung in seinem wunderschönen Gesicht, zu dem seine wundervoll leuchtend blauen Augen gehören.
Dieser Kater trägt den Namen Montgomery, wird aber stets Monty genannt, damit er sich wegen seines Namens nicht für eine bessre Katze hält.
Katzen sind einfach wunderschöne, liebevolle Tiere, auch wenn die im Alter von 24 Jahren nicht mehr der Schönheit einer jungen Katze entsprechen.
Ich spreche hier aus Erfahrung, denn im Sommer 2006, also dieses Jahr mussten wir unsere 24 jährige schwarze halb Siam Katze Lissy [ursprünglich Elisabeth von (ihren adligen Nachnamen habe ich vergessen)] einschläfern lassen.
Da meine Eltern dies nicht übers Herz bringen konnten, musste ich die Katze in den Tod schicken, wenn sie das körperlich nicht schon war.
Sie hatte nur noch verfilztes Fell und bestand darunter lediglich aus Haut und Knochen. Obwohl diese Katze nicht mehr bei vollem Verstand war und es auch manchmal bevorzugt hat, anstelle ihres Katzenklos unsere Möbel und den Fußboden zu benutzen, fiel es mir doch sehr schwer sie von uns gehen zu lassen.
Wie sehr eine Katze einem ans Herz wachsen kann, ist unglaublich. Daran erkennt man ihre tolle Art, uns Menschen zu ihrem Freund zu machen.
Anhand unseres damaligen Katers Mikesch kann ich genau beschrieben, wie wundervoll die samtpfotigen Vierbeiner sind. Mikesch war der Kater, den wir vor viereinhalb Jahren in unserem Garten auf dem Dach des Schuppens versteckt in einer Ausbuchtung gefunden haben. Es war Hochsommer und da war der kleine höchstens sechs Wochen alte rot- weiße Kater, der mir mit seinen kleinen Knopfaugen mein Herz weich kochte. Leider war er so sehr verängstigt, dass er wegrannte, wenn man sich ihm näherte.
So verbrachte ich die nächsten drei Wochen meiner Sommerferien auf dem schwarzen Teerdach, auf welchem die Sonne ununterbrochen schien.
Was man nicht alles für eine Katze tut. Im Laufe der Zeit wurde der kleine rote Kater, den wir Mikesch nannten immer zutraulicher. Bis ich ihn unentwegt streicheln durfte und er mir als Zeichen seiner Zuneigung ein Schnurren entgegenbrachte.
Eines Nachts hielten wir uns in unserer Gartenhütte auf. Es regnete und gewitterte und wir hörten die kleine Katze oben auf dem Schuppendach schreiben.
Das konnte ich nicht mit anhören und stieg im Regen auf die Leiter zum Schuppen. In der rechten Hand hielt ich den Schirm, im linken Arm die Katze und dann hieß es: rückwärts die rutschige Leiter wieder runter. Glücklicherweise hielt mein Vater mich ein wenig fest, denn als ich ein wenig wegrutschte, hätte es ohne Hilfe böse ausgehen können.
So nahm ich den kleinen Kerl mit in unsere Gartenhütte, wo er mir nicht mehr von der Seite wich und auf meinen Schultern rumtrampelte.
Im Laufe der Zeit als Mikesch noch in der Gartenhütte wohnte, wurde er auch meinen Eltern gegenüber immer zutraulicher.
In dieser Zeit war es auch für Monty soweit, ich hatte ihn einige Woche zuvor schon von meinem Konfirmationsgeld gekauft und nun konnte er anreisen. Wir probierten, ob Mikesch und Monty sich miteinander verstanden, doch Mikesch wollte Monty zeigen, dass er zuerst da war. Also blieb Monty erst einmal allein oben bei Lissy, der damals 20 jährigen oben in der Wohnung. Wir kümmerten uns aber gleichviel um alle Katzen, indem wir uns aufteilten.
Irgendwann holten wir auch Mikesch nach oben und mit ein bisschen Erziehung verstanden sich alle Katzen einigermaßen.
Leider aber war Mikesch krank. Anscheinend wurde er von einer Ratte in den Rücken gebissen, was der Tierarzt beim ersten Besuch aber nicht entdeckte, denn es gab keine Anzeichen dafür bis die Katze eines Abends auf meinem Schoß war, und sich die Wunde öffnete.
Wieder zum Tierarzt, der feststellte, dass unsere Katze ein Abzess im ganzen Körper hatte. Nach drei Operationen und tausend Spritzen und homöopathischen Mitteln mussten wir die Hoffnung leider aufgeben und ihn einschläfern lassen. Das brachte uns einige Tränen.
Übrigens fanden wir auch in diesem Zeitraum unseren Felix, den wir behielten, weil niemand die Katze vermisst hat.
Dies bedeutet, wir hatten zwischenzeitlich vier Katzen. Doch wir vermissen Mikesch alle.
Wir vermissen die Zeit, als er ein Schirmchen tragen musste und mit dem Fliegengitter spielte.
Es tut weh, sich zu erinnern, wenn man ihn in seinen qualvollen Stunden sieht, in denen er deine Hinterbeine wegen der Entzündung nicht mehr bewegen konnte. Wir haben diese Katze abgöttisch geliebt.
Wenn ich ihm mein Butterbrot mit Schmierkäse oder Nutella zum Ablecken gab, und er mir seine Vorderpfötchen ins Gesicht hielt und mir meine Nase ableckte, dann kommen mir fast die Tränen. Oder wie er mit der Maus an der Kordel spielte oder sich meine Bonbons aus der Schale klaute und damit durch die Wohnung rannte. So eine Katze ist schon was Einzigartiges.
Z.B. wenn ich morgens wach werde, meine Zimmertür aufgemacht wird und Monty in mein Bett springt, mich anmaut und laut schnurrt, dann wird man morgens schon mit Herzlichkeit begrüßt.
Was soll man sagen? Katzen sind schön, flauschig und supersüß.
Natürlich können sie manchmal frech sein und mit den Krallen zuhauen, aber meiner Erfahrung nach machen das eher Katzen als Kater.
Heute Morgen auf dem Weg zur Schule kam die Frage zwischen (Karolin) Dzenana und mir auf, ob es besser ist, kleine oder große Katzenfutterdosen zu kaufen, da Dzenana sagte, sie lagert ihre im Kühlschrank, weil sie geöffnet sonst ranzig werden. Darum muss sie sie aber für ihre Katze in der Mikrowelle erwärmen, was es sehr schwer macht, eine vernünftige Temperatur für das Futter hinzubekommen. Und da leidet so eine kleine zehn Wochen alte Katze besonders drunter.
Ich bin der Meinung, dass man besser kleine portionierbare Dosen oder Tüten mit Katzenfutter kauft, auch wenn die im Verhältnis ein wenig teurer sind. Aber wenn einem das Wohlergehen seiner Katze wichtig ist, sollte man schon auf Qualität achten.
Das einzige, was an den Tüten eklig ist, ist die Tatsache, dass einem beim Öffnen immer das Gelee oder die Sauce an die Finger spritzt oder das Futter nicht aus der Tüte kommt, weil es unten drin fest hängt und man es dann vorne heraus quetschen muss und man meist noch etwas an die Finger bekommt. Also rate ich jedem, kleine Dosen zu kaufen.
Ohne hier Schleichwerbung zu machen, die von ‚Gourmet’ schmecken unseren Katzen am besten. Kleiner Tipp am Rande. […]“

Add comment 2008/01/28

Tiffy

Der Tag des nie Erhofften tritt am Freitag ein. Noch zwei Tage, bis ich bitterlich in Tränen ausbrechen werde.
Nicht nur, dass ich mich momentan in meiner Haut sowieso schon unwohl fühle, Freitag werde ich einen Teil meines Lebens aufgeben müssen. Auch wenn das für andere kitschig klingen mag, es geht um eine Katze. Eine Katze, die mir seit Juni 2007 sowohl Kummer als auch unendlich viele Freuden bereitet hat, muss uns verlassen und bekommt ein neues zu Hause. Tiffy, die kleine dicke Katze, die wir im Juni aufgenommen haben, weil sie so schlecht behandelt wurde und wir dies einfach nicht mit ansehen konnten, war all die Strapazen wert, die wir mit ihr erleben durften.
Sie war all meine schlaflosen Nächte wert, in denen sie in ihrem Klo scharrte oder laut Brekkies fraß, sie war die vielen Narben auf meinen Armen wert, sie war das mir ins Gesicht springen wert, sie war die Löcher in meinen Vorhängen wert, sie war sogar das Fallen in Fäkalien wert, als sie uns kurzzeitig weglief und wir drei Stunden an einem Parkplatz verbrachten, illegaler Weise einen Zaun durchtrennten, uns die Arme verkratzten, die Haare ausrissen und Spinnen auf dem Kopf hatten und zu guter letzt war sie es mehr als wert, über eine gewisse Person gestellt zu werden, die glücklicherweise nicht mehr in meinem Leben existent ist. Leider habe ich sie damals nicht übergeordnet, doch hätte ich es tun sollen, denn diese Katze hat[te] es weiß Gott mehr verdient, in meinem Bett zu schlafen und ein eigenes Kissen zu besitzen.
Tiffy war das fehlende Stück in unserem Katzenbunde. Nachdem uns Mikesch, ein kleiner weiß-roter Kater, den wir damals bei uns im Garten gefunden haben und ihm mit Mühe und Not unser Vertrauen schenkten infolge eines Abzesses verteilt in seinem ganzen Körper, vor sechs Jahren im Alter von sechs Monaten verlassen musste, brach für uns eine Welt zusammen.
Immer wieder wollten wir eine kleine rote Katze, die unseren Katern Gesellschaft leisten konnte und dann fanden wir Tiffy, die erst Molly und dann Babara hieß.
Leider jedoch wurde daraus keine Freundschaft. Bis heute bekriegen sich vorallem Felix und Tiffy und man hört hier nur lautes Katzengeschrei. Nun wohnt Tiffy fast seit Anfang an in meinem Zimmer und man soll sich hüten, die Türe zu öffnen. Sonst gibt es Kämpfe. Nach jeglichen gescheiterten Versuchen wie auch homöopathischen Mitteln zur Beruhigung, mussten wir die Hoffnung aufgeben, dass hier Frieden unter den Katzen herrscht. Leider :(
Keine Katze sollte ihr Leben in einem nicht einmal 16qm² großen Zimmer verbringen und immer auf Aufmerksamkeit hoffen, während ich am Pc sitze, esse oder Hausaufagben mache.
So leid es mir tut und so sehr es mir auch das Herz bricht trotz der Unannehmlichkeiten vorallem der letzten Wochen, Tiffy abzugeben, es wird das beste für sie sein.
Ich fühle mich wie eine Mutter, die ihr Kind zur Adoption freigibt und Angst hat, in Vergessenheit zu raten. Ich werde Tiffy unendlich doll vermissen. Sie war die Katze, die ich mir immer gewünscht habe. Ein verschmustes, anhängliches, dauer schnurrendes Wesen mit einem Hang zur Brutalität.
Freitag wird einer der traurigsten Tage meines Lebens. So makaber das auch klingt, aber der Gedanke an dieses Szenario bereit mr mehr Wehmut als der Tod meines Großvaters vor einigen Jahren.
Man kann es krank nennen, aber das ist Tierliebe.
Man nennt mich nich umsonst auch mal die Katzenlady.

2 comments 2007/12/05


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