Posts filed under 'Leben'
Isolation und so…
Heute ist wieder einer der Tage, an denen ich mich am liebsten von der Außenwelt isolieren würde. Ganz alleine in den dunklen Wald und einfach rennen. Ohne Sinn und Verstand losrennen und mich von all dem Druck, der einen mit seiner ganzen Kraft die Kehle zuzuschnüren versucht, zu lösen.
Vor dem langweiligen und zugleich erdrückenden Alltag zu fliehen, der einem alles andere als Freude bereitet. Angestaute Wut in Form von Tränen und dem Wunsch danach, Gegenständen oder anderen Menschen Gewalt anzutun. An solchen Tagen wünsche ich mir völlig allein auf der Welt zu sein. Mit Kopfhörern in den Ohren und nicht anderes als den tollen Klängen der Musik zu lauschen. Ich schaue mich um und niemand ist da. Keine Menschenseele nervt mich und mit niemandem muss ich ein Wort wechseln.
Kein blöder Fernseher mit dümmlichem Programm, der einem überhaupt erst die Langeweile bringt und uns dazu verführt, vor ihm ununterbrochen zu essen.
Ich wünsche mir eine utopische Welt, in der alle Menschen glücklich sind. Eine Welt, in der ich mich nachts in einen verlassenen Wald setzen kann, ohne Angst davor zu haben, irgendwo vergewaltigt und dann ermordet zu werden. Wahrscheinlich hätte ich dann manchmal auch nicht das Bedürfnis, mich von der schändlichen und charakterlosen Welt abzuwenden.
Auch wenn ich ansich zufrieden mit meinem Leben bin.
Add comment 2009/01/22
2008
und bin wohl einfach zu faul, hier etwas zu schreiben^^ aber eigentlich sollte man wissen, dass es daran liegt, dass ich im moment selten wenig lust habe, meinen pc hochzufahren und schon einen kotzreiz bekomme, wenn ich nur daran denke, weil sich im internet einfach fast nur noch asis befinden.
momentan gehts mir bis auf gewisse probleme, die mein hirn und vorallem meinen magen plagen eigentlich ziemlich gut.
ich denke, ich habe für dieses jahr mit vielen menschen abgeschlossen und aufgegeben, darauf zu hoffen, dass sie irgendwann mal wieder den ganzen atomaren müll aus ihrem kopf und ihrem herzen entfernen, aber anscheinend können manche menschen wohl nur mich wegschmeißen.
tja, wenn man das so will: bitte, ich bin für neues offen.
angefangen mit einem tollen mädchen, das ich erst vor kurzer zeit kennen lernte und von dem ich erst dachte, das könne sicher nix werden, weil uns etwas verbindet, das uns eigentlich auseinanderbringen sollte, hab ich sie jetzt schon in mein herz geschlossen und bin völlig begeistert von ihrer person, die ich am ersten abend durch 7 std redefluss mit folgenden halsschmerzen schon lieben lernen durfte. mal abgesehen davon, dass ich auch mit ihr schlafen würde:P
ach, was war das nur für ein jahr? ich hab mein abi, ich hab rumgejammert und einen scheiß aushilfsjob bekommen, den ich am liebsten hinschmeißen würde, weil man dort einfach nichts geregelt bekommt.
des weiteren ist es wohl weniger meine art, anderen menschen in den arsch zu kriechen und mir anhören zu lassen „du holst die hose dann mal inna andern größe und bringst mir die dann zur kabine“!
Wie ich es hasse, zu fragen „kann ich ihnen helfen?“ und dabei ein so falsches grinsen aufzusetzen, dass ich mich bei dem gedanken daran am liebsten erbrechen oder jemanden abstechen würde.
morgen vormittag darf ich wieder die freunde mit spastischen menschen teilen, die 30 pullover anfassen, um herauszufinden, welcher denn weicher ist und dann doch keinen mitnehmen.
Abgesehen davon gefällt mir dort nicht wirklich viel der kleidung, die ich jedoch immer tragen und wieder in die regale hängen muss, um den leuten die neue ware zu präsentieren. völlig egal ob mir hässliche omawolle steht oder nicht. ich mach natürlich super werbung, wenn etwas scheiße an mir aussieht und die kunden denken „ooooh das muss ich auch haben!“
bah! Kündigen und weg. aber als einzige alternative bietet sich im moment burger king, wo mich einfach mal jeder 2. aus moers erkennen würde
nein danke^^
was nun? ich würde gerne kellnern. da kriegt man wenigstens trinkgeld für seine vorgeheuchelte freundlichkeit. leider will ich mich dieses jahr aber gerne noch in meinem gesicht piercen lassen und nich jedes gewerbe dieser art lässt das zu. außerdem ist der durchmesser meiner ohrlöcher doch seit august ein wenig gestiegen und noch ist das ganze nicht beendet. nur um sich das vorzustellen. nicht mehr lange und die 2 cm sind erreicht^^
tja, freue ich mich auf das jahr 2009? aber klar:) kann ja eigentlich kaum besser werden. ich gehe studieren und werde endlich einer dieser menschen, die von allen abgestempelt werden, weil sie ja nur rumgammeln und völler körperschmuck sind^^ ach, ist das nicht toll? unsere tolle gesellschaft, die so viel toleranz besitzt, dass sie sich das recht herausnimmt, jeden menschen in eine spezielle schublade zu stecken!
naja bis auf ausnahmen wie DIE WC- Erpel, E. Coli und Probiersöckchen, die müssen in die „ich bin eine hässliche hure mit aids, billigen extensions und verarsche jeden typen, der mehr als nur geilheit für mich empfindet, wenn er nicht gerade 4 long islands intus hat“ schublade
wenn ich abgestempelt werde, dann tu ich das halt auch bei anderen. immerhin wird es einem so vorgelebt.
und man, ich schreibe gerade völlig zusammenhangslos ![]()
egal, mehr zu meinem alten jahr: in diesem monat noch.
Freut euch alle auf silvester! ich mach ne 50er jahre partey und hab mein outfit schon fast zusammen:)
1 comment 2008/12/10
an meine fans:P
Ich möchte mich vielmals dafür entschudigen, dass ich in der letzten Zeit keinen Bericht mehr über erlebte Dinge verfasst habe, aber leider bin ich im Moment sehr traurig darüber, dass mich keine Universtäten genommen haben:(
Mein Traum, Germanistik studieren zu können scheint weiter in die Ferne gerückt als je zuvor.
Ich beschäftige mich tagtäglich mit den Gedanken, was denn nun aus mir werden soll.
Angefangen, ein Buch über die Intoleranz der Menschen zu schreiben und daran gescheitert, weil mir Kenntnisse fehlen, die ich im gewünschten Studium erlernen wollte.
Naja, momentan passieren mir nicht so sonderbare Dinge, die mir sonst an jeder Straßenecke aufgefallen sind.
Außer die Frau mit dem außergewöhnlich dicken „Arsch“, die vorhin vor mir lief und sich umdrehte, als ich ausversehen laut „Frau“ rief auf die Frage hin ob der der Hund oder die Frau ein enorm riesiges Hinterteil hat.
Wenn ich gerade hier sitze und zu schreiben anfange, fallen mir jedoch wieder ein paar Dinge ein, über die ich ich mal wieder gut beschweren kann wie zB dumme Mädchen, die meinen sie hätten Hoden und jegliche Drogen nehmen, die es gibt oder noch gar nicht erfunden wurden. Aus ihren Mündern kommen dann Sätze wie „Lieber bin ich asi, als jemand zu sein, den ich nich bin [..]Einen vorspielen wo ich nich bin!“
Warum ist das Fernsehen, das im Moment einer meiner besten Freunde gewordern ist, weil man ja als Abiturientin nicht einmal einen Aushilfsjob bekommt, so dümmlich geworden?
Sendungen wie „taff“ und „sam“, die mit Klatsch und Tratsch zur Erheiterung der Menschen beitragen sollten, bringt auch nur noch Beiträge über die fälschliche Selbsteinschätzung von hässlichen Mädchen ohne Gehirn in Bikinis. Mit Pickeln versehen und gefüllt mit Silikon sind sie der neue Lückenfüller gepaart mit Wiederholungen der „3 Bewerber, eine Chance“ Sendung.
Alle unfähig, auch nur eine Strähne zu setzen oder einen englischen Satz zu sprechen, haben wir einen immensen Bevölkerungszusatz von hässlichen und dummen Menschen, die zu dämlich sind, eine Bewerbung zu schreiben und sich stattdessen lieber im Fernsehen bewerben.
Oder Menschen, die einem einfach eine Sms schicken und dort erfragen, ob man ihnen nicht einfach alle Bewerbungen schreiben könne, nur weil man einmal seine Hilfe angeboten hat, weil Fräulein „ich brauch vier Jahre extra für einen Realschulabschluss“ keine Ahnung von deutscher Grammatik und der Rechtschreibung hat.
Jaja und jetz komm ich in Rage und will gar nicht mehr aufhören zu schreiben. Da ich allerdings keinen so genannten ‘Logorrhoe“ produzieren will, höre ich an dieser Stelle auf, um insbesondere einen „Fan“ von mir wieder glücklich zu machen. Mal abgesehen davon, dass es sich auch sehr positiv auf mich selbst auswirkt:)
Mit vielen lieben Grüßen und einer großen Entschuldigung werde ich mich in nächster Zeit wieder öfter über unsere verdummte Gesellschaft auslassen:P
3 comments 2008/09/15
abitur und ausspannen
im vorraus schon einmal: heute habe ich definitiv keine lust, auf groß- und kleinschreibung zu achten, was allerdings nur bedeutet, dass ich die shift-taste nicht gebrauchen werde
niemals hätte ich erwartet, dass die tage nach den abiturprüfungen mit solch einer langeweile gefüllt sind. jeder hat freie zeit, aber für mich anscheinend nicht. nie ist jemand zu sprechen oder anwesend.
zu faul, irgendwelche anrufe zu tätigen und genervt von den mehrmaligen anrufen von teilnehmer unbekannt, der anscheinend nicht in der lage ist, bei mir zu hause anzurufen, bin ich wirklich unglaublich genervt von meinem momentanen ach so entspannenden leben, dass ich der jobber-welt bis nach der mündlichen prüfung vorgezogen habe.
dieser fehler: fatal!
jede nacht von einem desaströsen abiball und jeden tag vom wunderbaren alten schulleben träumend, wünsche ich mir letzteres zurück.
mit der zwiespältigen einstellung, keine lust auf die mündliche prüfung zu haben und sich trotzdem den stressigen alten schulalltag zurückwünschend mit samt hausaufgaben und klausuren und spickern, die morgens um fünf uhr noch geschrieben werden müssen, lebe ich einfach mal ziellos in den tag hinein.
laaaaaaaaaaangeweile. laaaaaangeweile. laaaaangeweile. etwas anderes fällt mir nicht mehr ein.
meinen mobile tetris rekord geknackt, der jetzt bei über 18000 liegt und täglich eine überflüssige gesichtsmaske, sowie unnützes „aufräumen“ und sortieren von stoffschnecken. hinzu kommen selbst gebastelte perlentieren, an welchem aufwand ich mich mit vielleicht zwölf jahren zuletzt erfreut habe. und zu guter letzt das interesse an stickeralben.
regression pur. ich sollte meine puppen aus dem keller holen, mit ihnen ein teekränzchen halten und meine ganzen stofftiere dazu einladen.
ich werde kind. mehr kind als ich es je war.
unendliche langeweile.
1 comment 2008/05/01
Verloren.
Inside outside von Delirious. Man kann es quasi als unser Lied bezeichnen.
Nach einigen Liebes- und Hassphasen fanden wir am Ende doch wieder zusammen und hörten häufig dieses Lied. Wir verbrachten Nächte miteinander, aßen Kekse, tranken Kakao, fuhren zu Burger King und aßen dort ohne Hände. Unendlich viele Stunden voller Spaß und Freude, bis wir vor Lachen Tränen in den Augen und Schmerzen in unserem Bauch hatten.
Wir verbrachten bis auf ein paar Ausnahmen jedes Wochenende miteinander und teilten die gemeinsame Leidenschaft des Alkoholkonsums, die wir auch zeitgleich wieder aufgaben. Wir menstruierten sogar zeitgleich. Wir erfanden eine terracotta- farbene Aura, die wir jedem unter die Nase rieben und uns immer wieder zum Strahlen brachte, wenn wir in ein und derselben Sekunde das Selbe dachten.
Sie war immer die jenige, die mir offen ins Gesicht sagte, wenn ihr etwas an mir nicht passte, insbesondere ging es dabei um meine Schminke, Kleidung etc. Alles was ich schön fand, kritisierte sie.
Und das war gut so. So war sie und liebte nicht das, was ich liebte.
Aber das ist nicht mehr so. Angefangen mit Kleinigkeiten, die ganz normal hinzunehmen sind bis hin zu Veränderungen, die sie einfach nie verkörpert hat.
Wieso wird sie zu solch einer Art Person, die sie immer für absonderlich hielt? Tausend kleine Details machen sich an ihr breit. Details, die sie immer hässlich fand und nie von zu träumen gewagt hat.
Doch das ist nicht das Schlimmste. Sie veränderst sich. Sie passt sich an das Ideal einer Person an und das ist nicht richtig. Gerade sie sollte wissen, welche Folgen das haben kann.
Ich frage mich, wo der Mensch hin ist, mit dem ich mich einfach perfekt ergänzt habe?
Sie ist oberflächlich geworden, so leid es mir tut. Sie ist nicht mehr der Mensch, der sie vor Kurzem noch war. Sie ist die Person, die jemand anders haben will. und ich habe nicht mehr das Gefühl, dass unsere Aura noch existiert. Ihre Farbe geht über in ein tiefes und leeres Schwarz.
Warum wird sie zu so einer Art Person, die sie nie sein wollte? Solch eine, über die sie immer zu schlecht reden vermochte…
Der Einfluss anderer soll sie all die Jahre davon abgehalten haben? Aber dann frage ich: Wo ist ihre eigene Persönlichkeit gewesen, wenn sie bei so etwas nicht im Stande war, ihre angeblich wahre Meinung zu vertreten?
Aber eher glaube ich, dass sie ihre Persönlichkeit erst jetzt verloren hat. Gewisse andere Menschen hatten schon Recht, als die das Verlieren von Prinzipien ansprachen.
Sie ist nicht mehr sie…
Add comment 2008/04/14
Die Post und ihre Tücken
Heute bin ich voller Enthusiasmus zum Briefmarkenautomaten der Post gegangen, weil ich Briefmarken für meine FSJ Bewerbungen brauch[t]e.
Keine Ahnung, was der Unterschied zu einem Kompakt-, Groß- oder Maxibrief ist, dachte ich, ich schmeiße einfach mal meine 3,20€ in den Automaten und krieg ein paar Briefmarken.
Aber nein! Ich bekomme EINE einzige 3,20€ Briefmarke. Was soll ich jetzt damit machen?
Gleich frag ich in der Post nach, ob ich die umtauschen kann^^ Oder ich frag Mama, weil mir das peinlich ist.
Warum können die zu der Beschreibung nich ein kleines Bildchen packen oder vielleicht die Maße dazu schreiben. Muss man da extra einzeln auswählen, damit man nicht eine mege- Briefmarke bekommt.
Sollte ich einmal Einladungskarten verschicken, werde ich sicher in die Post reingehen und vier Stunden anstehen.
Denn: Der Automat hat ja noch mehr Tücken.
Man bekommt sein Geld nicht zurück. Stattdessen eine Restbetragbriefmarke. Heißt: ich verschicke 20 Briefe, werfe 20€ ein, weil ich in dem Moment nicht kleiner hab und hab dann Briefmarken im Wert von 20€. Entweder eine große 20€ Marke oder eine 45 cent und eine 19,55 € Marke wegen Restgeld und so.
Naja ich hätte heute also drei 1€ Briefmarken und wenn gewollt noch die 20 cent Marke bekommen. Aber ich hab doch keine Lust, alles da einzeln zu machen.
Add comment 2008/02/25
Die Welt steht Kopf
Was ist los mit der Welt? Was ist los?
An einem Tag wie gestern bemerkte ich, dass meine Laune ins unermesslich Gute stieg, jedoch die Menschen um mich herum anders dachten.
Sowie mir unzählbar viele Menschen auf Fährradern entgegenkamen, die auf der linken Seite fuhren.
Nicht, dass sie nur auf der falschen Radfahrwegseite fuhren, nein! Sie taten dies sogar auf einer befahrenen Straße.
Weiterhin fuhr ein Krankenwagen mit lautem Blaulicht in Schrittgeschwindigkeit über eine riesige Kreuzung.
In der Stadt begegnete mir eine Frau, die ihren Lippen bis hin zur Nase in einem pinkähnlichen Farbton schminkte und mich somit die Bekanntschaft mit einem 32jährigen symphatischen Herren machen ließ, der mich sehrwohl attraktiv fand, jedoch sagte, ich sähe aus wie 17!
Liegt es an den blonden Haaren? Warum lassen dunkle Haare mein Gesicht älter erscheinen?
Warum muss ich mir immer anhören:“Wenn du älter bist, dann bist du froh, wenn man dich für jünger hält!“
Noch bin ich der 30 nicht so nahe gekommen, als dass ich mir ein Kompliment in dieser Art wünschen würde.
Verwirrend auch, dass mir wieder neue Gedanken über meine Zukunft in den Kopf kommen. Dass ich lerne, dass meine Englisch Klausur heute morgen gut gelaufen ist trotz der wirren Träume, die einen Jared Leto mit meinen Englischunterlagen zeigten, und ich vor lauter Panik der Zeitungsartikel über die Stichtagregelung wegen aufwachte. [Jared Leto deswegen, weil ich kurz vorm Schlafen das Video From Yesterday von den Thirty Seconds to Mars auf MtvMUSIK sah]
Es ist Freitag Abend. Ich sitze zu Hause. Ich habe gerade fast alle für meine Vorabiklausur relevanten Themen in Mathematik aufgeschrieben und ich bin traurig, dass ich nicht ausgehe. Aber vielleicht wird mein Fleiß ja belohnt.
Ich habe Durst.
Gleich kommt Hannibal rising.
Add comment 2008/02/22
Wie soll’s nur weiter gehen?
Mal abgesehen davon, dass meine Fleischeslust zurückgekehrt ist, fehlt mir plötzlich jegliches Hungergefühl.
Ein Gefühl der Leere, des nichts Wissen und der Hilflosigkeit.
Was ist los mit mir? Ich genieße die Stunden des Glückes und sobald ich allein bin, weiß ich nicht wohin mit mir.
Tränen von meinen Wangen laufend, halte ich den Druck meiner eigenen Zukunftspläne einfach nicht mehr aus. Ein täglicher Kampf, mich in die Schule zu bewegen, Phasen von Aggressionen und auch depressiven Gefühlen.
Jeden Kommentar meines Vaters überinterpretieren. Alles kommt mir so vor, als wolle er mir sagen, ich könne nichts. Dinge wie „Du brauchst dir keine Katze anzuschaffen erstmal, wenn du alleine wohnst, weil du dich eh nicht darum kümmern wirst“ wer sagt denn, dass ich jetzt auziehen will? Wer hat gesagt, was ich dann alles vorhabe? Wer hat gesagt, wie mein Leben verlaufen wird?
Ich weiß einfach nicht weiter. Als Notlösung das Freiwillige Soziale Jahr, für welches ich meine fertigen Berwebungen immer noch nicht abgeschickt habe.
Tausend Eindrücke vom Leben ohne sie verarbeiten zu können. Ich habe einfach keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Was soll ich mit Studieren, wenn ich jetzt schon den Willen verloren habe, etwas zu tun, ohne im gleichen Moment eine Belohnung zu erfahren.
Prüfungen über Prüfungen. Der Druck, noch so vieles zu tun müssen, unterdrückt den Willen, überhaupt etwas zu tun.
Und prompt habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nichts von dem tue, was ich mir vorgenommen habe.
Ich finde einfach keine Ruhe, in mich zu gehen und zu finden was ich suche. Geplagt von Selbstzweifeln und dem Gefühl nicht zu wissen was kommt oder besser kommen soll.
Was will ich denn bitte machen? Will ich wirklich meinen Job an mein Äußeres „anpassen“? Ich will nicht mit hohen Schühchen und Kleidung, in der ich mich nicht wohl fühle, in der Sparkasse stehen und Menschen beraten, bei denen ich schon einen Kotzreiz bekomme, wenn ich sie nur anblicke.
Duales Studium in Kooperation mit Aldi? Will ich das? Klar, verdienen würde ich gut, aber 1. nehmen die mich überhaupt? und 2.will ich das überhaupt? Ich weiß es nicht. Ich habe nicht einmal mehr annähernd irgendwelche Zukunftspläne.
Alle, die ich mal hatte, verworfen. Journalismus: Unmöglich!
Und plötzlich glaube ich auch nicht mehr an meine Fähigkeiten. Was kann ich denn überhaupt?
Ich kann nicht jahrelang versuchen, den richtigen Beruf zu finden und von mal zu mal enttäuschter zu sein.
Ich hasse es, nicht zu wissen, wie es weiter geht. Ich hasse es, zur Schule zu gehn ohne zu wissen, wofür ich mein Abi mache, ohne den Willen zu finden, mich wieder aufzuraffen. Keine 30 Tage mehr Schule und ich habe NICHTS getan. Wofür habe ich wiederholt?
Um der Zukunft zu entfliehen und der sorgenfreien Schule beizuwohnen. Aber sorgenfrei ist anders. Sorgenfrei war gestern.
„Tu dies! Tu das! Lern schön, sonst schaffst du nichts!“ Ich will einfach nicht. Warum dieses Tief, wenn nur noch so wenig Zeit bleibt? Vielleicht will ich unterbewusst ja gar nicht aus der Schule raus und drücke mich vor dem Leben danach. Ich weiß es nicht.
Das gleiche wie letztes Jahr. Aber noch einmal? NEIN! Nicht noch einmal.
Ich weiß wirklich nicht mehr was Sache ist. Was ich tun soll weiß ich. Aber ich kann nicht. Diese Überwindung scheint im Moment eine unüberquerbare Hürde…
2 comments 2008/02/17
lang lang ists her Oo von der Suppe zur Liebe
Kennt ihr das Verlangen? Das Verlangen nach Speisen, die gerade „verboten“ sind?
Ich kenne es. Montag habe ich doch glatt zum ich weiß nicht wie vielten Mal meine sogenannte „Kohlsuppendiät“ begonnen, welche verspricht, in sieben Tagen bis zu 15 Pfund abzunehmen.
Also bei fettleibigen Menschen ist das möglich. Ist also wirklich wahr, was der Plan dieser Suppe besagt.
Mehrmals begonnen, wieder abgebrochen, weil ich es einfach nicht ertragen konnte, diese Suppe zu essen, die schon beim Geruch einen Würgereiz bei mir erzeugt.
So frage ich mich diesmal: wie habe ich es schon zwei Tage durchgehalten, mich nich davon zu übergeben? Wieso bin ich so motiviert? Wieso schmeckt sie mir diesesmal einigermaßen? Vielleicht weil meine Nebenhöhlen „verschleimt“ sind und meine Geschmacksnerven verrückt spielen^^
Aber egal. Ich freue mich. ich nehme ab:)
Aber nun zu den ganzen negativen Sachen:
Wieso wird man immer gerade dann mit allen möglichen Nahrungsmitteln konfrontiert, wenn man drauf verzichten muss?
Warum musste ausgerechnet gestern eine sechs Meter große Pizza bei Galileo gebacken werden? Warum musste ausgerechnet gestern der Beitrag zur fettarmen Wurst gezeigt werden? Warum essen die Leute um mich herum Dinge, die sie sonst nie in meiner Anwesenheit essen? Warum haben wir plötzlich Schokolade im Haus? Warum wird plözlich ein leckers Stück Fleisch gebraten, wenn ich in der Küche stehe? Und das um eine Uhrzeit, um die sonst nie gekocht wird?
Ist das Zufall, oder fallen einem immer dann erst die Dinge auf, wenn man sie vermisst?
Das ist wie bei kleinen Kindern. Hat jeder sicher schon einmal beobachtet. Ein Kind spielt mit einem Gegenstand, ein anderes Kind will auch damit spielen und einfach aus dem Grund, weil es gerade an ein anderes vergeben ist.
So ist das auch umgekehrt. Wenn man etwas bekommen hat, will man es nicht mehr.
Das beste Beispiel dafür ist die Liebe. Hat man jemanden erst einmal erobert, will man ihn nicht mehr. Das ist natürlich keine Alltagsregel, weil ich sonst sicher wieder solo wäre und allein meine Gänge ins Pulp oder Samstags in die Dusche tätigen würde
Kommen wir zur allbewährten Liebe. Was ist schon Liebe? Und warum suchen alle Menschen zwanghaft danach?
Suchen ist das Schlimmste was man tun kann. Nicht loslassen, von einem ins andere Abenteuer und das Gefühl des Alleinseins.
Wieso? Wieso kann man nicht einfach warten und alles auf sich zukommen lassen, statt sich alles selbst zu zerstören, indem man an jeder Ecke die große Liebe erblickt, die dich nach kurzer Zeit allein in der Ecke stehen lässt, an der man sie erblickt hat?
Jeder beschwert sich, aber jeder ist selber schuld. Sich Gefühle einreden und dann kommt der Zeitpunkt, an dem man bemerkt, dass man das gar nich will. Dass man einfach nur vor der Einsamkeit flieht. Und dann ist da schon wieder der Nächste. Liebe hier, Kribbeln da. Einbildung? Immer das gleiche, bis man irgendwann vor lauter Reizüberflutung die Übersicht verliert.
Wen will ich wirklich? Und vorallem: Was will ich wirklich?
Das findet man nur heraus, wenn man sich selbst findet und sich nicht von tausend Eindrücken beeinflussen lässt. Abwarten, Warten und Hoffen. Aber nicht Suchen. Lasst los und genießt das, was ihr habt.
Irgendwann kommt der Tag, an dem man weiß: ich kann wieder glücklich werden und werde nicht allein dabei sein.
4 comments 2008/01/22
Tiffy
Der Tag des nie Erhofften tritt am Freitag ein. Noch zwei Tage, bis ich bitterlich in Tränen ausbrechen werde.
Nicht nur, dass ich mich momentan in meiner Haut sowieso schon unwohl fühle, Freitag werde ich einen Teil meines Lebens aufgeben müssen. Auch wenn das für andere kitschig klingen mag, es geht um eine Katze. Eine Katze, die mir seit Juni 2007 sowohl Kummer als auch unendlich viele Freuden bereitet hat, muss uns verlassen und bekommt ein neues zu Hause. Tiffy, die kleine dicke Katze, die wir im Juni aufgenommen haben, weil sie so schlecht behandelt wurde und wir dies einfach nicht mit ansehen konnten, war all die Strapazen wert, die wir mit ihr erleben durften.
Sie war all meine schlaflosen Nächte wert, in denen sie in ihrem Klo scharrte oder laut Brekkies fraß, sie war die vielen Narben auf meinen Armen wert, sie war das mir ins Gesicht springen wert, sie war die Löcher in meinen Vorhängen wert, sie war sogar das Fallen in Fäkalien wert, als sie uns kurzzeitig weglief und wir drei Stunden an einem Parkplatz verbrachten, illegaler Weise einen Zaun durchtrennten, uns die Arme verkratzten, die Haare ausrissen und Spinnen auf dem Kopf hatten und zu guter letzt war sie es mehr als wert, über eine gewisse Person gestellt zu werden, die glücklicherweise nicht mehr in meinem Leben existent ist. Leider habe ich sie damals nicht übergeordnet, doch hätte ich es tun sollen, denn diese Katze hat[te] es weiß Gott mehr verdient, in meinem Bett zu schlafen und ein eigenes Kissen zu besitzen.
Tiffy war das fehlende Stück in unserem Katzenbunde. Nachdem uns Mikesch, ein kleiner weiß-roter Kater, den wir damals bei uns im Garten gefunden haben und ihm mit Mühe und Not unser Vertrauen schenkten infolge eines Abzesses verteilt in seinem ganzen Körper, vor sechs Jahren im Alter von sechs Monaten verlassen musste, brach für uns eine Welt zusammen.
Immer wieder wollten wir eine kleine rote Katze, die unseren Katern Gesellschaft leisten konnte und dann fanden wir Tiffy, die erst Molly und dann Babara hieß.
Leider jedoch wurde daraus keine Freundschaft. Bis heute bekriegen sich vorallem Felix und Tiffy und man hört hier nur lautes Katzengeschrei. Nun wohnt Tiffy fast seit Anfang an in meinem Zimmer und man soll sich hüten, die Türe zu öffnen. Sonst gibt es Kämpfe. Nach jeglichen gescheiterten Versuchen wie auch homöopathischen Mitteln zur Beruhigung, mussten wir die Hoffnung aufgeben, dass hier Frieden unter den Katzen herrscht. Leider ![]()
Keine Katze sollte ihr Leben in einem nicht einmal 16qm² großen Zimmer verbringen und immer auf Aufmerksamkeit hoffen, während ich am Pc sitze, esse oder Hausaufagben mache.
So leid es mir tut und so sehr es mir auch das Herz bricht trotz der Unannehmlichkeiten vorallem der letzten Wochen, Tiffy abzugeben, es wird das beste für sie sein.
Ich fühle mich wie eine Mutter, die ihr Kind zur Adoption freigibt und Angst hat, in Vergessenheit zu raten. Ich werde Tiffy unendlich doll vermissen. Sie war die Katze, die ich mir immer gewünscht habe. Ein verschmustes, anhängliches, dauer schnurrendes Wesen mit einem Hang zur Brutalität.
Freitag wird einer der traurigsten Tage meines Lebens. So makaber das auch klingt, aber der Gedanke an dieses Szenario bereit mr mehr Wehmut als der Tod meines Großvaters vor einigen Jahren.
Man kann es krank nennen, aber das ist Tierliebe.
Man nennt mich nich umsonst auch mal die Katzenlady.
2 comments 2007/12/05