Archive for Februar 2008

Die Post und ihre Tücken

Heute bin ich voller Enthusiasmus zum Briefmarkenautomaten der Post gegangen, weil ich Briefmarken für meine FSJ Bewerbungen brauch[t]e.
Keine Ahnung, was der Unterschied zu einem Kompakt-, Groß- oder Maxibrief ist, dachte ich, ich schmeiße einfach mal meine 3,20€ in den Automaten und krieg ein paar Briefmarken.
Aber nein! Ich bekomme EINE einzige 3,20€ Briefmarke. Was soll ich jetzt damit machen?
Gleich frag ich in der Post nach, ob ich die umtauschen kann^^ Oder ich frag Mama, weil mir das peinlich ist.
Warum können die zu der Beschreibung nich ein kleines Bildchen packen oder vielleicht die Maße dazu schreiben. Muss man da extra einzeln auswählen, damit man nicht eine mege- Briefmarke bekommt.
Sollte ich einmal Einladungskarten verschicken, werde ich sicher in die Post reingehen und vier Stunden anstehen.
Denn: Der Automat hat ja noch mehr Tücken.
Man bekommt sein Geld nicht zurück. Stattdessen eine Restbetragbriefmarke. Heißt: ich verschicke 20 Briefe, werfe 20€ ein, weil ich in dem Moment nicht kleiner hab und hab dann Briefmarken im Wert von 20€. Entweder eine große 20€ Marke oder eine 45 cent und eine 19,55 € Marke wegen Restgeld und so.

Naja ich hätte heute also drei 1€ Briefmarken und wenn gewollt noch die 20 cent Marke bekommen. Aber ich hab doch keine Lust, alles da einzeln zu machen.

Add comment 2008/02/25

Die Welt steht Kopf

Was ist los mit der Welt? Was ist los?
An einem Tag wie gestern bemerkte ich, dass meine Laune ins unermesslich Gute stieg, jedoch die Menschen um mich herum anders dachten.
Sowie mir unzählbar viele Menschen auf Fährradern entgegenkamen, die auf der linken Seite fuhren.
Nicht, dass sie nur auf der falschen Radfahrwegseite fuhren, nein! Sie taten dies sogar auf einer befahrenen Straße.
Weiterhin fuhr ein Krankenwagen mit lautem Blaulicht in Schrittgeschwindigkeit über eine riesige Kreuzung.
In der Stadt begegnete mir eine Frau, die ihren Lippen bis hin zur Nase in einem pinkähnlichen Farbton schminkte und mich somit die Bekanntschaft mit einem 32jährigen symphatischen Herren machen ließ, der mich sehrwohl attraktiv fand, jedoch sagte, ich sähe aus wie 17!
Liegt es an den blonden Haaren? Warum lassen dunkle Haare mein Gesicht älter erscheinen?
Warum muss ich mir immer anhören:“Wenn du älter bist, dann bist du froh, wenn man dich für jünger hält!“
Noch bin ich der 30 nicht so nahe gekommen, als dass ich mir ein Kompliment in dieser Art wünschen würde.
Verwirrend auch, dass mir wieder neue Gedanken über meine Zukunft in den Kopf kommen. Dass ich lerne, dass meine Englisch Klausur heute morgen gut gelaufen ist trotz der wirren Träume, die einen Jared Leto mit meinen Englischunterlagen zeigten, und ich vor lauter Panik der Zeitungsartikel über die Stichtagregelung wegen aufwachte. [Jared Leto deswegen, weil ich kurz vorm Schlafen das Video From Yesterday von den Thirty Seconds to Mars auf MtvMUSIK sah]
Es ist Freitag Abend. Ich sitze zu Hause. Ich habe gerade fast alle für meine Vorabiklausur relevanten Themen in Mathematik aufgeschrieben und ich bin traurig, dass ich nicht ausgehe. Aber vielleicht wird mein Fleiß ja belohnt.
Ich habe Durst.
Gleich kommt Hannibal rising.

Add comment 2008/02/22

Wie soll’s nur weiter gehen?

Mal abgesehen davon, dass meine Fleischeslust zurückgekehrt ist, fehlt mir plötzlich jegliches Hungergefühl.
Ein Gefühl der Leere, des nichts Wissen und der Hilflosigkeit.
Was ist los mit mir? Ich genieße die Stunden des Glückes und sobald ich allein bin, weiß ich nicht wohin mit mir.
Tränen von meinen Wangen laufend, halte ich den Druck meiner eigenen Zukunftspläne einfach nicht mehr aus. Ein täglicher Kampf, mich in die Schule zu bewegen, Phasen von Aggressionen und auch depressiven Gefühlen.
Jeden Kommentar meines Vaters überinterpretieren. Alles kommt mir so vor, als wolle er mir sagen, ich könne nichts. Dinge wie „Du brauchst dir keine Katze anzuschaffen erstmal, wenn du alleine wohnst, weil du dich eh nicht darum kümmern wirst“ wer sagt denn, dass ich jetzt auziehen will? Wer hat gesagt, was ich dann alles vorhabe? Wer hat gesagt, wie mein Leben verlaufen wird?
Ich weiß einfach nicht weiter. Als Notlösung das Freiwillige Soziale Jahr, für welches ich meine fertigen Berwebungen immer noch nicht abgeschickt habe.
Tausend Eindrücke vom Leben ohne sie verarbeiten zu können. Ich habe einfach keine Ahnung, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Was soll ich mit Studieren, wenn ich jetzt schon den Willen verloren habe, etwas zu tun, ohne im gleichen Moment eine Belohnung zu erfahren.
Prüfungen über Prüfungen. Der Druck, noch so vieles zu tun müssen, unterdrückt den Willen, überhaupt etwas zu tun.
Und prompt habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich nichts von dem tue, was ich mir vorgenommen habe.
Ich finde einfach keine Ruhe, in mich zu gehen und zu finden was ich suche. Geplagt von Selbstzweifeln und dem Gefühl nicht zu wissen was kommt oder besser kommen soll.
Was will ich denn bitte machen? Will ich wirklich meinen Job an mein Äußeres „anpassen“? Ich will nicht mit hohen Schühchen und Kleidung, in der ich mich nicht wohl fühle, in der Sparkasse stehen und Menschen beraten, bei denen ich schon einen Kotzreiz bekomme, wenn ich sie nur anblicke.
Duales Studium in Kooperation mit Aldi? Will ich das? Klar, verdienen würde ich gut, aber 1. nehmen die mich überhaupt? und 2.will ich das überhaupt? Ich weiß es nicht. Ich habe nicht einmal mehr annähernd irgendwelche Zukunftspläne.
Alle, die ich mal hatte, verworfen. Journalismus: Unmöglich!
Und plötzlich glaube ich auch nicht mehr an meine Fähigkeiten. Was kann ich denn überhaupt?
Ich kann nicht jahrelang versuchen, den richtigen Beruf zu finden und von mal zu mal enttäuschter zu sein.
Ich hasse es, nicht zu wissen, wie es weiter geht. Ich hasse es, zur Schule zu gehn ohne zu wissen, wofür ich mein Abi mache, ohne den Willen zu finden, mich wieder aufzuraffen. Keine 30 Tage mehr Schule und ich habe NICHTS getan. Wofür habe ich wiederholt?
Um der Zukunft zu entfliehen und der sorgenfreien Schule beizuwohnen. Aber sorgenfrei ist anders. Sorgenfrei war gestern.
„Tu dies! Tu das! Lern schön, sonst schaffst du nichts!“ Ich will einfach nicht. Warum dieses Tief, wenn nur noch so wenig Zeit bleibt? Vielleicht will ich unterbewusst ja gar nicht aus der Schule raus und drücke mich vor dem Leben danach. Ich weiß es nicht.
Das gleiche wie letztes Jahr. Aber noch einmal? NEIN! Nicht noch einmal.
Ich weiß wirklich nicht mehr was Sache ist. Was ich tun soll weiß ich. Aber ich kann nicht. Diese Überwindung scheint im Moment eine unüberquerbare Hürde…

2 comments 2008/02/17

wie sich die dinge ändern

Vor über einer Stunde bereitete ich mir mein Mittagessen zu. Salat und ein wenig Reh dazu. Gott habe ich mich darauf gefreut, mal wieder Fleisch zu essen, denn die letzten Tage habe ich darauf verzichtet, um herauszufinden, ob meine Magenbeschwerden vom fast täglichen Fleischkonsum hier zu Hause kommen.
Teilweise wurden sie weniger, jedoch habe ich mehr das Gefühl, irgendetwas anderes nicht zu vertragen. Wie zb gestern beim Apfelsaft trinken. Vor einem Jahr fielen mir bereits Bauchschmerzen nach dem Verzehr von Apfelsaft auf, aber das hatte ich dann wohl bis gestern vergessen, was mir ja dann im Nachhinein wieder aufgefallen ist.
Zurück zum Fleisch: Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass mir einst mein „Lieblingstier“ nicht mehr schmeckte Oo Mich überkam fast ein Ekel. Und das ist wirklich verwunderlich. Ich, das Mädchen, das fast jeden Tag Fleisch in irgendeiner Form zum Mittagessen zu sich nimmt plus täglicher Wurstkonsum auf dem Butterbrot, soll kein Fleisch mehr mögen?
Einzig der Gedanke an Verzehr von Fleisch gefällt mir nicht mehr, wo mir früher schon das Wasser im Mund zusammen lief und ich morgens schon mit Appetit auf ein Steak erwachte. Was ist nur los mit mir?
Mir bleiben ausschließlich die Gelüste nach Mett. Soll das alles sein? Mett als mein einziges Fleisch?
Nicht einmal mehr die Wurst im Kühlschrank lächelt mich noch an. Stattdessen spricht der Käse ein freundliches Wort mit mir.
Käse Käse Käse. Wer bin ich?

Ist es dein Einfluss auf mich? Du, der meine Gedanken erfüllt, mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert, immerzu davon spricht, Vegetarier werden zu wollen und sich bei Burger King Salat bestellen will?

Nicht, dass wir irgendwann als Veganer in der Küche sitzen, uns nur noch von Gemüse und Sipahhs in Sojamilch ernähren, über Omnivore aufregen und wertvolle Mitglieder von PETA werden.

Weidmanns Heil

12 comments 2008/02/06


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