Archive for Dezember 2007

Sonntag

In meiner regelmäßigen Sonntagswut kann ich mich ja mal getrost über alles aufregen, dass mir alltägliche Erbitterung bereitet.
Doch bevor ich anfange, Gründe warum ich den Sonntag hasse. Der Sonntag ist der schlimmste Tag der ganzen Woche, weil man bis dato seine komplette Energie verloren hat und sich innerlich schon auf den Wochenanfang vorbereitet und sich wünscht, Ferien zu haben. Am Sonntag ist das Fernsehprogramm wirklich aus der letzten Schublade gekramt und noch dazu kann man den Gottesdienst an so einem Tag besuchen. Danke nein, sowas erspar ich mir. An diesem Tag ist der Geist geplagt von Langeweile und dennoch hat man keine Lust, auch nur irgendetwas zu unternehmen und schon ist man in dem Sonntagsteufelskreis gefangen. Gefangen in seiner eigenen Faulheit und dem Hass auf die Monotonie des am Pc Sitzen, im Bett liegen, unnötig viel zu essen und sich darüber aufzuregen, dass Eltern ein Handy besitzen und es nicht mitnehmen, wenn sie weggehen.

Nun zu den Dingen, die mich auch unter der Woche zur Weßglut treiben. Nämlich alte Leute und die Schüler der Geschwister- Scholl Gesamtschule in Moers. Solche Wesen, die grundsätzlich auf dem Radfahrweg laufen, wenn man mit dem Rad dort lang fährt. Die größtenteils ausländischen Schüler dort laufen in Zehnerreihen entgegengesetzt auf dem Fahrradweg und gucken dich dumm an wenn du dann klingelst. Oder sie beleidigen auch gerne mal, weil man sich beim Musik hören mit ihren dummen Mobiltelefonen stört. Ich hasse diese Dreckskinder, die nicht wissen wo sie hingehören als auf das Parkdeck in Moers oder das Litfass. Genauso dumme alte Leute, die das Klingeln schon gar nicht mehr hören und mit ihren rollenden Gehhilfen erst dann Platz machen wenn man an ihnen vorbei gefahren ist. Ebenso auch die aus dem Bus ein- oder aussteigenden Personen, die genau sehen, dass du mit deinem Fahrrad über den Weg fährst und klingelst und sie trotzdem drüber gehen und dich dumm angucken, weil du wütend bist. Wie ich diese Ignoranz hasse. Dummes Volk. Wozu wurden der Fuß- und Radfahrweg getrennt? Wozu gibt es Fahrradklingeln? Wozu habt ihr Ohren und vorallem Augen im Kopf?! Warum seid ihr alle so dumm?

Seid. Seid. Seid. Den Unterschied zwischen „seid“ und „seit“ kennt ihr auch alle nicht. Nehmt euch alle einen Strick und erhängt euch! Dann hab ich Platz beim Radfahren und die dummen Menschen sind weg. Eine Belastung weniger.

5 comments 2007/12/09

Tiffy

Der Tag des nie Erhofften tritt am Freitag ein. Noch zwei Tage, bis ich bitterlich in Tränen ausbrechen werde.
Nicht nur, dass ich mich momentan in meiner Haut sowieso schon unwohl fühle, Freitag werde ich einen Teil meines Lebens aufgeben müssen. Auch wenn das für andere kitschig klingen mag, es geht um eine Katze. Eine Katze, die mir seit Juni 2007 sowohl Kummer als auch unendlich viele Freuden bereitet hat, muss uns verlassen und bekommt ein neues zu Hause. Tiffy, die kleine dicke Katze, die wir im Juni aufgenommen haben, weil sie so schlecht behandelt wurde und wir dies einfach nicht mit ansehen konnten, war all die Strapazen wert, die wir mit ihr erleben durften.
Sie war all meine schlaflosen Nächte wert, in denen sie in ihrem Klo scharrte oder laut Brekkies fraß, sie war die vielen Narben auf meinen Armen wert, sie war das mir ins Gesicht springen wert, sie war die Löcher in meinen Vorhängen wert, sie war sogar das Fallen in Fäkalien wert, als sie uns kurzzeitig weglief und wir drei Stunden an einem Parkplatz verbrachten, illegaler Weise einen Zaun durchtrennten, uns die Arme verkratzten, die Haare ausrissen und Spinnen auf dem Kopf hatten und zu guter letzt war sie es mehr als wert, über eine gewisse Person gestellt zu werden, die glücklicherweise nicht mehr in meinem Leben existent ist. Leider habe ich sie damals nicht übergeordnet, doch hätte ich es tun sollen, denn diese Katze hat[te] es weiß Gott mehr verdient, in meinem Bett zu schlafen und ein eigenes Kissen zu besitzen.
Tiffy war das fehlende Stück in unserem Katzenbunde. Nachdem uns Mikesch, ein kleiner weiß-roter Kater, den wir damals bei uns im Garten gefunden haben und ihm mit Mühe und Not unser Vertrauen schenkten infolge eines Abzesses verteilt in seinem ganzen Körper, vor sechs Jahren im Alter von sechs Monaten verlassen musste, brach für uns eine Welt zusammen.
Immer wieder wollten wir eine kleine rote Katze, die unseren Katern Gesellschaft leisten konnte und dann fanden wir Tiffy, die erst Molly und dann Babara hieß.
Leider jedoch wurde daraus keine Freundschaft. Bis heute bekriegen sich vorallem Felix und Tiffy und man hört hier nur lautes Katzengeschrei. Nun wohnt Tiffy fast seit Anfang an in meinem Zimmer und man soll sich hüten, die Türe zu öffnen. Sonst gibt es Kämpfe. Nach jeglichen gescheiterten Versuchen wie auch homöopathischen Mitteln zur Beruhigung, mussten wir die Hoffnung aufgeben, dass hier Frieden unter den Katzen herrscht. Leider :(
Keine Katze sollte ihr Leben in einem nicht einmal 16qm² großen Zimmer verbringen und immer auf Aufmerksamkeit hoffen, während ich am Pc sitze, esse oder Hausaufagben mache.
So leid es mir tut und so sehr es mir auch das Herz bricht trotz der Unannehmlichkeiten vorallem der letzten Wochen, Tiffy abzugeben, es wird das beste für sie sein.
Ich fühle mich wie eine Mutter, die ihr Kind zur Adoption freigibt und Angst hat, in Vergessenheit zu raten. Ich werde Tiffy unendlich doll vermissen. Sie war die Katze, die ich mir immer gewünscht habe. Ein verschmustes, anhängliches, dauer schnurrendes Wesen mit einem Hang zur Brutalität.
Freitag wird einer der traurigsten Tage meines Lebens. So makaber das auch klingt, aber der Gedanke an dieses Szenario bereit mr mehr Wehmut als der Tod meines Großvaters vor einigen Jahren.
Man kann es krank nennen, aber das ist Tierliebe.
Man nennt mich nich umsonst auch mal die Katzenlady.

2 comments 2007/12/05

Die Freude am Busfahren!

Heute Morgen musste ich doch glatt auf Grund des Regens mit dem Bus fahren, jedoch stellte ich als ich raus ging fest, dass es gar nicht mehr regnete, aber dann hatte ich keine Lust mehr mit dem nassen Rad zu fahren. Ein fataler Fehler:(
Erst komm ich in den Bus, sitzt dort eine transsexuelle blondierte, übertrieben geschminkte „Emoschwuchtel“ mit einem Augenbrauen-, Labret- und Medusapiercing und unterhält sich mit seinem fetten Gegeüber, der mir keinen Platz zum Sitzen gemacht hat, weil sein zu ihm gehöriger schmantiger Rucksack neben ihm „sitzen“ musste. Nennen wir seinen Rucksack einfach Kevin; das passt.
Als dann der Busfahrer rief, wir sollen weiter nach hinten um Platz für die neu einsteigenen Gäste zu machen, hab ich wieder die Krise bekommen, weil die verblödeten Kinder, die Bruchrechnung nich verstehen, Abkürzungen wie „klapustri“ benutzen und Dinge wie „Wurmgiraffen“ oder „Rosenschweine“ malen [fehlt nur noch "Die Vorhautschnecke" oder sowas], und mit Brille dümmer aussehen als ohne, es nicht verstehen, zu rücken.
Die bleiben einfach mitten im Weg stehen und gucken dich an und dann muss man sich an ihnen vorbei drängeln. Als wenn ich da noch entschuldigung sage, wenn ich ihnen auf die Füße trete oder ausversehen mit dem Ellbogen die Nase breche.
Durchgedängelt setze ich mich auf die rechte Seite, neben mir der Gang, neben dem Gang eine ältere Frau und tausend Gerüche.
Zwei jedoch ließen mein zuvor aufgenommenes Frühstück beinahe wieder hochkommen, nämlich billiges Parfum und Methangasausstöße. Bah, wie widerlich! Ich frage mich nur, ob es die ältere Damen neben mir, die immer so unauffällig schaute, war oder das dumme Kind vor mir, das mich anstarrte, als wäre ich eine große Katze mit einem Wurm als Hinterteil.
Für so einen tollen Start in den Tag habe ich auf das Fahrradfahren verzichtet und stand lieber 20 Minuten in diesem widerlichen Bus mit widerlichen Menschen, die es nicht verstehen, Rücksicht auf meinen Geruchsinn zu nehmen.

Wenigstens gab es in Mathe was zu lachen:
Gorg, der Junge, den wir in der neunten Klasse Georg nannten, weil wir seinen Namen nicht kannten, und der einen Tag später nur noch Gorg abgekürzt hieß, musste wieder einmal an die Tafel.
Und weil es mich manchmal ein wenig rasend macht, dass er so langsam in allem ist, stellte ich laut die Frage, ob er auch beim Sex so langsam ist, wenn er denn schon welchen hatte.
Ich würde mich nicht an Nilpferdmund vergreifen. Zumindest hatte der Uwe was zu lachen :P

5 comments 2007/12/03

Wochenende

Um des Wochenende Willens bin ich ausnahmsweise mal nicht so sehr bemüht, hier meine Gedanken in schriflicher Form zu veröffentlichen. Leider bin ich auch sehr sehr müde, als dass das Folgende nicht sonstiger Qualität entspricht.
Eine schlaflose Nacht. Was macht eine schlaflose Nacht aus? Vergnügen mit dem negativen Aspekt, am nächsten Tag quasi tot zu sein und sich mit den restlichen fünf Prozent seiner ganzen Energie zum nächsten Vergnügen zu quälen. Voller Fragen, ob es für den Körper das richtige ist, schleppt man sich mit der Vorfreude auf einen tollen Abend mit zugekniffenen Augen zum nahestehenden Erlebnis, von dem man weiß, es wird viel passieren wie zB Lachen bis zur Atemlosigkeit und Hustenanfälle und ein Abend von dem man weiß, man würde bei nicht Anwesenheit eventuell die Sensation schlechthin verpassen.
Nachdem ich gerade ein wenig Pizza und kurz zuvor ein Brötchen gegessen habe, fühle ich mich danach, mich kugelrund in mein Bett zu legen und bis Montag durchzuschlafen.
Aber da muss man sich entscheiden. Was hat man lieber? Feiern oder schlafen? Mit den tollsten Menschen der Welt die Zeit verbringen oder alleine im Bett liegen und von schönen Augenblicken träumen, die man gerade verpasst?
Auf ein neues:)

Add comment 2007/12/01


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